Unser Modulsystem zur Prävention

Umgang mit den Modulen

Im Prinzip sind die einzelnen Module frei wählbar.

Welche Kombination Sinn macht ist, am besten mit einem Berater zu besprechen.

Substanzkunde  (Modul 1)

Reine Informationsvermittlung und Kenntnisse über die jeweiligen Substanzen und Ihre Wirkungen haben für sich genommen noch keine präventive Wirkung. Dennoch kommt man an einer nüchternen Sachdarstellung nicht vorbei. Vielfach etablieren sich in der Peergroup Meinungen und Einstellungen, die in zum Teil falschen und/oder unvollständigen Informationen begründet liegen. Dieses Halbwissen kann dann auch noch häufig mit fatalen Folgen fehlinterpretiert werden.

Hier bieten wir uns als sachkundige Gesprächspartner an. Das Einbringen unserer Sachkunde und Kompetenz ist oft die Grundlage einer weiteren vertrauensvollen Auseinandersetzung zum Thema Suchtgefährdung.

Abhängig ? – Missbrauch ? (Modul 2)

Anhand der Definition der WHO, Sucht als Krankheit, und vor allem der Beschreibung von Diagnosekriterien des DSM IV (Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen) geschieht eine Hinführung und Konfrontation mit den möglicherweise eigenen Konsumgewohnheiten und Gebrauchsmuster.

Erklärung von Sucht und Abhängigkeit (Modul 3)

Sowohl lerntheoretische, psychoanalytische und auch gesellschaftszentrierte Erklärungsansätze für die Entwicklung einer Abhängigkeit führen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenssituation und Lebensgeschichte – und damit zu einem Gewahrwerden des möglicherweise eigenen Gefährdungspotentials.

Mensch – Umwelt – Droge (Modul 4)

Vielfach besteht die Meinung, Abhängigkeit zu vermeiden sei reine Willenssache. Wie die jeweilige Wechselwirkung, das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren bei der Entwicklung einer Subtanzabhängigkeit zu verstehen ist, macht das sogenannte

Bio – Psycho – Sozial(ökonomische) Dreieck deutlich. (auch als „Suchtdreieck“ bekannt)

Abhängig – Was nun? (Modul 5)

Darstellung des Hilfesystems am Beispiel der Drogenhilfe Ulm/Alb-Donau

Was passiert in der Beratung?

Was passiert in der Therapie?

Wie kann ich mir Hilfe holen und was bedeutet dies für meinen Arbeitsplatz?

Die Betriebsvereinbarung (Modul 6)

Es ist von Vorteil, wenn dieses Modul gemeinsam mit dem Betriebsarzt, dem Sozialberater, einem freiwilligen Suchtkrankenhelfer oder Ehemaligen vorgestellt wird.

Hier präsentiert sich die Firma mit dem eigenen Profil im Umgang mit Suchtkranken  und schafft so Sicherheit. In Verbindung mit dem vorhergehenden Modul wird die Kooperation des Betriebes mit Beratungsstelle, Klinik und Therapiestelle deutlich. Die dabei aufgezeigten Hilfestellungen motivieren, diese anzunehmen und aufzugreifen,  die gezeigten Grenzen warnen!

Suchtmittel, Recht und Straßenverkehr (Modul 7)

Die Kenntnisse über rechtliche Zusammenhänge, sowohl was Alkoholkonsum aber auch und vor allem, was den Cannabiskonsum angeht, sind unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig von Mythen geprägt und unklar. In diesem Modul stehen klare Sachfragen, Gesetze und Vorschriften im Vordergrund. Vor allem das Vorgehen der Behörden beim Führerscheinentzug oder auch bei der Beantragung einer Fahrerlaubnis durch Führerschein-Neubewerber ist nützliches Wissen und hilft, Probleme besser einzuschätzen – oder zu vermeiden.

Die Talk Show  (Modul 8)

Zu Beginn dieser Einheit erhält jeder Teilnehmer ein Blatt Papier auf dem 13 Statements stehen, die mit den Kategorien   - ja, ich stimme zu,   - nein, ich stimme nicht zu, - weiß nicht, versehen sind.

In einer kurzen Reflexion arbeitet der Einzelne den Bogen durch und überträgt seine Meinung auf einen großen Bogen und bringt sich dort in den gemeinsamen Meinungspool ein.

Anschließend werden alle Einschätzungen, oder ausgewählte Einzelstatements, wie z.B.

„Haschisch ist gefährlicher als Alkohol“ diskutiert, die entdeckten Wissenslücken geschlossen und gegebenenfalls die Frage neu bewertet. In der Regel „entdecken“ die Teilnehmer dann, dass die Lösung nicht in der Entscheidung für die eine oder die andere Droge liegt, sondern in der differenzierten Betrachtung vor dem eigenen Gefährdungspotential und in einem bewussteren Umgang – möglicherweise gänzlicher Abstinenz.

Phantasiereise ( Modul 9 )

Eine geleitete Phantasiereise ist eine eindrückliche Selbsterfahrung. Reisen durch den Körper dienen der Bewusstmachung körperlicher, funktioneller, psychosomatischer Zusammenhänge. Reisen die bestimmte Lebensthemen aufgreifen, wie Liebe und Partnerschaft, Ablösungsthemen oder die eigene Lebensgeschichte sind Beispiele für die Möglichkeit,  Bewusstsein zu erweitern – ohne  es toxisch zu verändern. Da für dies Modul eine entsprechende Umgebung und vertraute Atmosphäre herrschen muss, ist es nicht in jeder Situation und in jeder Gruppe einsetzbar.

Rollenspiel als Training zur Gesprächsführung ( Modul 10 )

Vor allem in der Ausbildung von Multiplikatoren,  in der Vermittlung sog. Empowerment, ist es wichtig, den „richtigen Ton„ zu treffen. Vielfach bleiben Dinge ungesagt und damit Probleme ungelöst, weil „man“ sich nicht traut, etwas anzusprechen. Hier Mut zu machen und Sicherheit zu schaffen ist vordringliches Ziel dieses Moduls

 Die Wilde Bühne ( Modul 11)

Die „Wilde Bühne“ ist einen Truppe sog. Exuser, die in unübertroffener Weise die Thematik aufgearbeitet und szenisch umgesetzt hat. In persönlichen Gesprächen beziehen die Akteure nach dem Stück Stellung. Mit dieser Theatergruppe sind wir im „Paritätischen“ verbunden und kooperieren nach Bedarf. Für die Organisation einer Aufführung ist entsprechender Zeitvorlauf einzuplanen. Die Honorare sind mit der Theatergruppe direkt zu vereinbaren