Vermittlung in stationäre Therapie (stationäre Rehabilitation)

Vor der Durchführung dieser Maßnahme muss geklärt werden:

  1. Welche Behandlungsform gewählt werden soll, z. B.
    • Lanzeittherapie
    • Kurzzeittherapie
    • Tagesrehabilitation
    • Kombitherapie
  2. welcher Kostenträger die Kosten für die Maßnahme übernimmt, z. B.
    • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
    • Deutsche Rentenversicherung Bund
    • Krankenkasse
    • Sozialbehörde

Je nach Kostenträger wird folgend die entsprechende und Einrichtung gewählt.

Ist die Entscheidung für ein stationäre Reha getroffen, beginnt die formale Vermittlungstätigkeit. Die Drogenhilfe verfügt über die aktuellen Informationen der Therapieeinrichtungen und deren Konzepte, um mit dem Betroffenen die Einrichtung auszusuchen, deren Konzept und Angebot auf die individuelle Problematik und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Anschliessend wird ein Antrag auf Bewilligung der Therapiekosten beim entsprechend zuständigen Kostenträger (in der Regel der Rentenversicherungsträger) gestellt. Der Antrag muss ein ärztliches Gutachten  und einen Sozialbericht über die genaue soziale Situation des Betroffenen beinhalten. Der Sozialbericht wird von der Beratungsstelle gemeinsam mit dem Betroffenen erstellt, das ärztliche Gutachten vom Hausarzt. Außerdem müssen die Therapienebenkosten geklärt werden bzw. die Voraussetzungen zum Bezug von Übergangsgeld.

Bevor der Betroffene eine Therapie beginnt, muss er stationär entgiften. Entgiften kann man z. B. in den Abteilungen für qualifizierten Entzug Mariatal, ZfP Weissenau (siehe Entgiftung)

Der Berater organisiert und koordiniert den gesamten Prozess der Vermittlung, so dass letztendlich der Hilfesuchende mit schriftlicher Kostenzusage, geklärten Nebenkosten, entgiftet in der Fachklinik aufgenommen werden kann.

Der Betroffene muss ebenso Kontakt zu den Einrichtungen aufnehmen und seiner rechtlichen Mitwirkungspflicht nachkommen.